Es hat in Familienunternehmen eine besondere Bedeutung, wer welche Visionen gibt. Vor allem in der Gemeinschaft der Inhaberfamilie geht es vorerst um die persönlichen Ziele im Leben jedes Einzelnen. Damit einher gilt es eine gemeinsame Ausrichtung – eine gemeinsame Vision – für das Unternehmen zu bilden, in welchem sich die individuellen Ziele abbilden. Mit einem derartigen Leitbild wird es gelingen den Familienbetrieb kraftvoll, mit Freude und Engagement, sinnvoll in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.
Aber wann spricht man eigentlich von einer Vision? Es handelt sich dabei um ein klares Zukunftsbild, was man sich schafft und sodann vor dem inneren Auge tag täglich mitführt. Eine Vision verbindet diverse Anschauungen sowie Auffassungen und schafft eine gemeinsame Ausrichtung. Es gibt dem ganzen Tun einen tieferen, klaren Sinn – und hilft dabei, viele kleine und auch größere Entscheidungen des Alltages mit Blick auf das entwickelte Zukunftsbild zu treffen.
Um ein derartiges Bild zu schaffen ist es aus der Erfahrung hilfreich, sich gedanklich auf eine Reise in die Zukunft zu begeben. Wo soll das Unternehmen in angenommen fünf oder zehn Jahren stehen? In einem derartigen Zeithorizont gelingt es oft leichter, aus dem momentanen Alltag gedanklich auszusteigen und einen erweiterten Blickwinkel einzunehmen. Mit Vorfreude und Lust dürfen Zukunftsbilder entstehen, welche eine realistische Machbarkeit in sich tragen – sodann ist die Motivation stark, diese Vision auch konsequent zu verfolgen.
In der Phase der Unternehmensübergabe und Nachfolge ist es von großer Bedeutung, generationenübergreifend eine klare Vorstellung davon zu haben – wofür der Familienbetrieb steht und wohin er sich weiterentwickeln soll. Wenn sich sämtliche Mitglieder der Inhaberfamilie mit dieser erarbeiteten Vision identifizieren, ist ein wesentlicher Grundstein für eine erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens und all seinen Mitarbeitenden gelegt.