Diese Aussage bekomme ich vorab des Öfteren von Inhabern aus Familienunternehmen zu hören, deren Söhne/Töchter andere berufliche Wege eingeschlagen haben. Und das ist gut so – wenn Kinder ihre eigenen Interessen, Fähigkeiten und Vorlieben leben, ausprobieren und auch in diversen Ausbildungswegen vertiefen.
Dennoch sind Kinder, welche in einer Unternehmerfamilie ausgewachsen sind, vertraut mit dem Unternehmen ihrer Eltern. Sie kennen die Vorzüge als auch Herausforderungen sehr genau, eben aus einer damalig anderen Perspektive. Zudem stehen die Eltern im frühen Erwachsenenleben ihrer Kinder noch meist voll im Betrieb, somit sehen sich die Nachkommen auch nicht gleich einen „Platz“ oder auch Bedarf für ihr Engagement im Familienbetrieb.
Dies kann und darf sich allerdings ändern, wenn die Eltern in Richtung Ende ihres beruflichen Wirkens kommen. Wenn Energie und Kräfte nicht mehr ausreichend genug sind, um diesen bisher gewohnten Einsatz zu bringen – somit bereit sind für eine Nachfolge.
Speziell in diesen Zeiten der Veränderung ist es hilfreich vertiefte Einblicke in die Gedanken, Arbeits- und Lebenswelt JEDES Familienmitgliedes zu bekommen, verbunden mit Zukunftsvisionen welche jeder in sich trägt. Die „Familienrunde“ bringt hierbei in Offenheit und Transparenz, gegenseitiger Wertschätzung und Achtung die wichtige Klarheit, ob und wenn ja – in welcher Form innerhalb der Unternehmerfamilie eine Rolle und Funktion in der Nachfolge übernommen werden kann und möchte.